Zuhause ist woanders
Eines Tages holt der Vater Mirza von der Schule ab und nichts ist mehr wie vorher. Zwei Tage und Nächte fahren sie fast ohne Unterbrechung, um endlich in der alten Heimat des Vaters anzukommen. Doch das Leben hier ist nicht vergleichbar mit dem, aus
dem sie kommen: In dem ärmlichen Bergdorf und dem fast zerfallenen Haus leben sie ohne neue Medien, Computerspiele und Bequemlichkeiten der westlichen Welt. – Die Geschichte wird aus der Sicht Mirzas erzählt. Wir sind ganz nah an seiner Gefühlswelt: Dem Fremdsein in einem Land, dessen Sprache er nicht versteht, dem Heimweh und der Unsicherheit, wie seine Zukunft aussieht. Nach und nach findet Mirza Freunde und gewöhnt sich an das neue Leben. All die präzisen Beschreibungen der Geschichte berühren uns noch mehr durch die Illustrationen von Maartje Kuiper: Feine Zeichnungen in Grau und Orange treffen die Stimmung der Geschichte so gut, dass sie uns hineinziehen in diese etwas andere Fluchtgeschichte, die trotz des Themas leicht und flüssig zu lesen ist. – Überall sehr empfohlen.
Barbara Dorn
rezensiert für den Borromäusverein.
Zuhause ist woanders
Enne Koens ; aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann ; mit Bildern von Maartje Kuiper
Gerstenberg (2026)
238 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9