Ismaels Orangen
Alles, was Salim von seiner Heimat geblieben ist, ist ein vergilbtes Foto, dass ihn mit seinen Eltern und dem frisch gepflanzten Orangenbäumchen zeigt, bevor sie vor dem Krieg aus Palästina fliehen mussten. Während seine Eltern und Brüder mit der
Vergangenheit abgeschlossen haben, will Salim nichts mehr, als endlich zu dem Ort seiner Kindheit und seinem Orangenbaum zurückzukehren. Währenddessen wächst Judith, deren Vorfahren vor dem Holocaust nach England flüchteten, in England auf und wünscht sich eigentlich nur ein normales Leben wie die ihrer Klassenkameraden. Stattdessen fühlt sie sich wegen ihrer Herkunft stets ausgegrenzt und führt ihren Eltern zuliebe die jüdischen Traditionen fort. Die beiden verlieben sich trotz aller kultureller Unterschiede. Aber kann eine Beziehung zwischen einem Araber und einer Jüdin in dieser Zeit Bestand haben? Beide sind fest entschlossen, ihrer Umwelt zu beweisen, dass es möglich ist. - Ein beeindruckender Roman, der die Tragödie zwischen Palästina und Israel greifbar macht und von Boris Aljinovic sehr einfühlsam vorgelesen wird. Gerne für alle Bestände empfohlen.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Ismaels Orangen
Claire Hajaj. Gelesen von Boris Aljinovic
Random House Audio (2015)
6 CD (ca. 402 Min.)
CD