Das kleine Seelencafé
Neben dem Dorffriedhof steht schon länger ein Haus leer. Bei der Grabpflege auf dem Friedhof kommt Fine die Idee, dass hier ein kleines Café doch ein wunderbarer Treffpunkt sein könnte. Kurzerhand spannt sie ihre Freundinnen, alle Anfang 60 wie
sie, ein und holt sich bei Orts- und Kirchengemeinde Unterstützung. Bei der Umsetzung kommt Hilfe aus dem ganzen Dorf, auch von den Handwerksbetrieben, und so kann das "Seelencafé" bald eröffnen. Wie geplant wird es zunehmend ein Ort, an dem Glück und Unglück besprochen und Konflikte gelöst werden. - Der kurze Roman klingt wie erzählte Wirklichkeit; er ist unaufgeregt und auch im Ablauf vorhersehbar. Viele Alltäglichkeiten und typisierte Verhaltensweisen - auch die eines Dorflebens - kommen zur Sprache.
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Das kleine Seelencafé
Inge Zinßer
Gmeiner (2023)
232 Seiten
kt.