Der Tote auf Öland
Rieke Nordstrand vermisst ihren Ehemann und wendet sich an die örtliche Polizei, die dem Wegbleiben eher skeptisch gegenübersteht. Als kurz darauf zwei Mädchen eine grausam zugerichtete und noch dazu nackte männliche Leiche finden, übernehmen
die Kommissare Luna Bofink und Alban Larsson die Ermittlungen. Schnell wird klar, dass hier ein Serienmörder zugange ist, denn binnen weniger Tage sterben weitere Menschen auf ähnlich grausame Weise. - Nun, es scheint der Erstling der Autorin zu sein und so erscheint es leider auch zuweilen. Die Kommissare kamen mir von den Ereignissen überrollt vor - auch, wenn immer mal wieder auf ältere Fälle verwiesen wird. Weiter hat die Autorin versucht, mit verschiedenen Einblendungen - Menschentransporte, Einblicke in das Leben und Wirken einer Sekte - Spannung zu erzeugen, was nicht wirklich funktioniert hat. Gekämpft habe ich allerdings mit dem Schreibstil. Der Satzbau ist zum Teil gewöhnungsbedürftig. Es fehlen teilweise Wörter oder Satzteile. Ich kann nicht einschätzen, ob das der Übersetzung geschuldet ist (ich habe keine Übersetzerangabe gefunden) oder doch ein Stilmittel sein soll - ich tue mich damit schwer. Für KÖBs daher nicht lohnenswert.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Tote auf Öland
Agneta Sjöberg
Gmeiner (2024)
377 Seiten
fest geb.