Wo die roten Dahlien blühen
Beatrice Römfeld, eine schöne und vornehme Winzerin, wird nach einem rauschenden Fest auf ihrem Weingut tot im Weinkeller aufgefunden. Was zunächst nach einem Unfall wegen der Gärgase im Keller aussieht, entpuppt sich schließlich doch als heimtückischer
Mord, bei dem auch K.o.-Tropfen im Spiel waren. Hat der Mord mit Beatrices Plänen zu tun, das Weingut und ihren Mann zu verlassen? Kommissar Michael Harter und sein Kollege Bahar Yilmaz treten auf den Plan und nehmen die Ermittlungen auf. Es gibt Motive und Hinweise in zahlreiche Richtungen, da Beatrice nicht gerade ein Kind von Traurigkeit war. Maja Winter, die Besitzerin des Café Butterblume und Freundin der Lebensgefährtin von Kommissar Harter, trägt wie auch in früheren Fällen ihren Teil zur Aufklärung bei und begibt sich als Lockvogel bei der Tätersuche in tödliche Gefahr. Neben der Kriminalgeschichte steht auch das Leben von Maja Winter im Fokus, die nach Jahren in ihrem Café, nach dem Tod ihres Lebensgefährten und dem Wegzug ihrer Tochter immer einsamer wird und einem ausgewachsenen Herbstblues verfallen ist. Vielleicht kann Lars Bremer, der attraktive neue Nachbar, etwas daran ändern. – Der sechste Band der beliebten Bodenseekrimi-Reihe liest sich spannend, wartet mit interessanten Charakteren auf und überrascht mit einer raffinierten Auflösung. Auch als Solo-Krimi ist er problemlos zu lesen, da alle Charaktere und Hintergründe kurz vorgestellt werden.
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wo die roten Dahlien blühen
Christine Rath
Gmeiner (2025)
345 Seiten
kt.