Zeitbombe
Als Hauptkommissar Norbert Schneider auf der Trasse zwischen Kassel und Fulda von einem ICE überfahren wird, glaubt selbst der Pathologe an Selbstmord, da er kein Fremdverschulden feststellt und jeder weiß, dass seine Frau ein Verhältnis hat. Vierzehn
Tage später geschieht ein zweiter Unfall, gleiche Strecke, wieder ein ICE und wieder ein Hauptkommissar. Ihr Kollege Paul Lenz beginnt an der Selbstmordtheorie zu zweifeln und nimmt die Ermittlungen auf. Dabei stößt er auf den Fall Bornmann, den man im Polizeipräsidium Kassel äußerst ungern wieder aufrollen würde. Trotz massiver Behinderungen gräbt Lenz die alten Akten aus und stellt fest, dass die damalige Sachlage durchaus nicht so klar war, wie die Beteiligten es heute darstellen. - Erneut ein spannender Roman um das Team des Kasseler Hauptkommissars Paul Lenz. Und wieder packt Gibert aktuelle Themen an: Die Sicherheitsverwahrung, Justizfehler und ein Leben in Freiheit nach Jahren in Haft. Gerne für alle Bücherei empfohlen.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Zeitbombe
Matthias P. Gibert
Gmeiner (2011)
Gmeiner original
367 S.
kt.