Box of spirits - 1
Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Yoriko und die reiche Kanako sind unzertrennliche Freundinnen. Da Kanako aber Yoriko ständig zu nächtlichen Spaziergängen animiert, sieht deren Mutter diese Beziehung voller Sorge. Diese scheint auch begründet,
dann auf solch einem Spaziergang wird Kanako vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Zufällig sitzt der übermüdete Kommissar Kiba im Zug und übernimmt die Ermittlungen. Dabei entwickelt die Story eine mysteriöse Wende. Yoriko darf zunächst ihre schwer verletzte Freundin nicht sehen. Als dann doch ein Treffen stattfindet, wird Kanako entführt. Immer wieder tauchen Anspielungen auf einen Serienmörder auf, der junge Frauen verstümmelt und ihren Torso in Koffer zwängt. Auch das bildnerische Programm ist oft verstörend. Schon die erste Doppelseite in Grisaille mit roten Ahornblättern zeigt bizarr durcheinander gewürfelte Puppenteile. Ausdrucksstarke Portraitstudien mit brutalen Szenen von abgetrennten Körperteilen auf düsteren Hintergründen korrespondieren mit der unheimlichen Geschichte. Für abgehärtete Krimi- und Mysteryfans.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Box of spirits - 1
Text: Natsuhiko Kyogoku. Zeichn.: Aki Shimizu
Tokyopop (2013)
Box of spirits ; 1
227 S. : überw. Ill. (z. T. farb.)
kt.