Vom Leisten zum Leben
Mit Blick auf sein Leben und viele persönliche Zeugnisse aus dem Bekanntenkreis, auf Griechen, Römer, Bibel, Philosophen und auf die Überhöhung der Arbeit in der Geschichte stellt der Autor das tiefsitzende Leistungsdenken in Frage. Er philosophiert
über das zweckfreie Genießen, die Notwendigkeit der Entschleunigung, die positiven Seiten von Langeweile und Trägheit und plädiert als Ausgleich zum Leistungsdenken für Muße als Quelle schöpferischer Tätigkeit und für Nichts- und Nichttun. Zum Schluss legt er den Fokus auf den Übergang vom Erwerbsleben in den dritten Lebensabschnitt und das Altsein. Die Beantwortung der fundamentalen Frage nach dem richtigen Verhältnis von Arbeit und selbstbestimmtem Leben bleibt dem Leser überlassen.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Vom Leisten zum Leben
Lukas Niederberger
Patmos Verlag (2025)
175 Seiten
fest geb.