Hart auf hart
Sten Stenson, pensionierter Schuldirektor und Vietnamveteran, ist mit seiner Frau auf einer Urlaubsreise in Costa Rica. Als die Gruppe überfallen wird, tötet Sten einen der Banditen mit bloßen Händen. Auch ihren Sohn Adam treibt die Gewalt, Psychologen
diagnostizieren eine Schizophrenie. Er geht keiner Arbeit nach, verbringt seine Zeit im Wald. Für Adams finanzielle Unabhängigkeit soll seine Marihuana- und Mohnplantage sorgen. Sara ist Hufschmiedin und "souveräne Amerikanerin". Sie lehnt die Gesetze der "Konzernregierung" der USA ab, zahlt keine Steuern, verweigert die Gurtpflicht und gerät aufgrund dieser Haltung immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Sie lernt Adam kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Sie leben einige Wochen im Haus von Adams verstorbener Großmutter, seiner Trutzburg. Als Adam das Haus aufgeben muss, weil seine Eltern es verkauft haben, hakt bei ihm endgültig etwas aus. Er geht in die Wälder und erschießt dort einen Menschen, der ihn entdeckt hat. Es folgen zwei weitere Morde und die Jagd auf Adam beginnt. - Boyle schafft es wieder einmal mit bösem Witz einen Blick auf die dunkle Seite der amerikanischen Seele zu werfen. Dabei wirft er Fragen auf, wie zum Beispiel: Warum ist ein Mord aus Verteidigung bei einem Kriegshelden heldenhaft und bei anderen eben ein Mord? Und warum darf ein diagnostizierter schizophrener Mensch Waffen tragen? Herausragend gelesen vom dem Schauspieler August Diehl. - Für alle Bestände empfohlen.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Hart auf hart
T. C. Boyle. Gelesen von August Diehl
Der Hörverl. (2015)
8 CD (ca. 510 Min.)
CD