Robin
Titel und Cover des fantastischen Abenteuerromans kündigen die Verknüpfung der Robin Hood Legende mit der Neuzeit an. Charlies erster Tag in der neuen Schule ist genauso schlimm, wie sie es sich vorgestellt hat. Auch an dieser Schule wird das 11-jährige
Mädchen zur Zielscheibe für Spott und Häme. Von Anfang an fühlt sich Charlie von einem Raben verfolgt und trifft ihn sogar in der Bibliothek. Dort erhofft sie sich Ruhe, um lesend in Robin Hoods Welt abzutauchen. Auch Nathan, ebenfalls Spottobjekt und kluger Pilz-Kenner, hat sich hierher zurückgezogen. Über eine Geheimtür in der Bücherwand gelangen beide eher unverhofft durch ein Zeitportal in eine mittelalterliche, fantastische Parallelwelt, in der der Rabe sprechen kann und Charlie über ihre Rolle als Heldin aufklärt. Die Figuren treten in beiden Welten auf, haben jedoch andere Rollen. Die Königin ist die Schulleiterin und der böse Sheriff ist der fiese Mr Thon. Charlie muss die Königin aus dem Schloss befreien und im Bogenschießen gegen den Sheriff antreten. Genau wie in der Legende will der Sheriff König werden. Dazu muss er die Kontrolle über das Portal haben. Charlie und Nathan stürzen sich wie Robin Hood und Little John mit Pfeil und Bogen ins Abenteuer. – Der britische Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Ben Miller hat eine spannende Robin-Hood-Geschichte mit einer sympathischen Heldin geschrieben, die über sich hinauswächst und an Selbstvertrauen gewinnt. Die Schwarz-Weiß- Illustrationen visualisieren die Handlung vortrefflich. – Gerne empfohlen für Kinder ab 8 Jahren, aber auch zum Vorlesen ab 6 Jahren geeignet.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Robin
Ben Miller ; aus dem Englischen von Leena Flegler ; Illustrationen: Elisa Paganelli
arsEdition (2025)
285 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8