Mondspringer
Die Sonne versinkt hinter den Bergen. Der Mond geht auf. Es weht ein lauer Wind und die Kinder spielen barfuß im Gras. Sie springen in die Höhe und wollen den Mond fassen. Wieder und wieder. Später holen die Eltern sie ins Haus. Sie schlafen ein
und träumen von der Sonne. - Unspektakulär und frei von jeder Absicht ist das Tun der Kinder genauso wie das Erzählen ihres Tuns. Umso poetischer ist die Botschaft dieser Nacht, eins zu sein mit dem Lauf der Zeit. - Die warmherzige Erzählung wird in und mit den Illustrationen verstärkt und auf der bildlichen Ebene eigenständig erzählt: es wechseln sich doppelseitige Szenen in Farbe ab mit schwarz-weiß Bildern; hier ist auch der Text angesiedelt, dessen Kürze viel Platz für Fantasie und Mit-Erleben der kleinen (und großen) Betrachter/innen lässt. - Ein leises Werk des großen Künstlers Sendak. Für Büchereien, die gerne etwas Besonderes anbieten. Für Kinder und Erwachsene, die gerne träumen.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Mondspringer
von Janice May Udry. Bilder von Maurice Sendak
Aladin (2013)
[16] Bl. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4