Das Glück wohnt am Meer
Nach dem Tod des Vaters verkaufte die Familie Saint-Jarme das Ferienhaus in der Bretagne, in dem sie jeden Sommer verbracht hat. Jahre später sieht der Sohn Pierre ein Verkaufsinserat und möchte das Haus für seine Familie zurückkaufen. Leider kommt
ihm der Ire Doug O'Connor zuvor. Dennoch gelingt es Pierre, das Ferienhaus für das Wochenende des 80. Geburtstags der Mutter zu mieten. Jahre nach dem Verkauf verbringt die Familie also wieder ein Wochenende in ihrem alten Ferienhaus. Es ist das erste große Wiedersehen der Familie nach der Pandemie. In der Zwischenzeit wurden Geheimnisse gesammelt, Fassaden aufgebaut und man hat sich teilweise entfremdet. – Der Leser erlebt ein Familienwochenende mit Enthüllungen von alten und neuen Geheimnissen, familiären Zusammenhalt, Wiedersehen und zweiten Chancen. Obwohl das Buch am Meer spielt, kann es ganzjährig gelesen werden, da die familiären Beziehungen im Vordergrund stehen und Sommer kein großes Thema im Buch ist. Der Roman ist mitreißend geschrieben und eignet sich daher auch für Leser, die normalerweise zu anderen Genres greifen.
Theresa Linhard
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Glück wohnt am Meer
Lorraine Fouchet ; aus dem Französischen übersetzt von Christiane Landgrebe
Thiele Verlag (2024)
285 Seiten
fest geb.