Das kalte Moor
Im Band 2 der „Polarkreis-Trilogie“ (Bd. 1 nicht bespr.) wird am Rande eines Moores ein Baby gefunden – die Mutter Helena verschwindet spurlos. Ihr Mann, Polizist Wiking Stormberg, hat sich auch Jahrzehnte danach nicht mit dem Verschwinden abgefunden.
Wiking erhält eine Krebsdiagnose und muss damit fertig werden. Nun bekommt Wikings Sohn Markus das Angebot, eine leitende Stelle im nahegelegenen Stützpunkt zu übernehmen. Hier testen einige Länder neue geheime Waffen. Gleichzeitig trifft ein Brief ein, in dem Markus eindringlich gewarnt wird, diese Funktion zu übernehmen. Verfasst in Helenas Handschrift und unterzeichnet mit einem Stern, ihrem Zeichen. Ein Lebenszeichen Helenas? Im Umkreis der Raketenbasis geschehen seltsame gefährliche Dinge, z.B. fährt ein potentieller Kandidat für diese Führungsstelle ungebremst mit seinem Auto durch ein Brückengeländer und kommt ums Leben. Weitere Warnungen erscheinen. Schließlich taucht auch noch der russische Geheimdienst auf – die Geschichte entwickelt sich zum Spionagethriller, zurückreichend bis in die Zeit des Kalten Krieges. Liza Marklund erzählt die Geschichte von Helena und Wiking, die von Wiking und seiner Krankheit sowie die aktuellen Geschehnisse in gewohnt spannungsgeladener Manier und klärt die komplizierten Zusammenhänge in einem überraschenden rasanten Schluss auf. Allen Büchereien sehr empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das kalte Moor
Liza Marklund ; aus dem Schwedischen von Dagmar Mißfeldt
Atrium Verlag (2026)
Polarkreis-Trilogie ; Band 2
395 Seiten
fest geb.