Die Füchse von Andorra
Sophie ist der älteste Vierling. Sie erzählt von ihrem Alltagsleben, von den "Reisen", die ihr Vater in Gedanken mit ihnen unternimmt und von einem tatsächlichen Urlaub. Die Mutter war schon seit geraumer Zeit so komisch, doch hier versinkt sie
ganz in unerklärlicher Traurigkeit. Auf Drängen ihrer Schwester geht sie in die Psychiatrie, wo Sophie bei einem Besuch Alice entdeckt. Alice, das mutige Mädchen, dessen Freundin Sophie gerne wäre und die doch so launisch ist. Gemeinsame Sorge um ein Elternteil schweißt sie zusammen. - "Die Füchse von Andorra" sind nicht die Attraktion bei der nächsten (Gedanken-)Reise, sondern ein Verhörer, denn Sophies Mutter hat die Büchse der Pandora: sieht sie doch nur noch alles Übel und Hoffnung ist ihr nicht mehr zugänglich. In kleinen Szenen werden die Figuren liebevoll und gut vorstellbar charakterisiert, so dass sie lebendig werden. Leise, aber ebenso deutlich wird die ganze Bandbreite der Gefühle dargestellt, die Sophie umtreiben, als die Familie im Ungewissen schwebt. Die Sprecherrollen sind gut besetzt und die Musik unterstreicht zusätzlich die Stimmungen. - Ausgezeichnetes Hörspiel, für alle Büchereien gut geeignet.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Füchse von Andorra
Marjaleena Lembcke. Mit Ulrich Noethen ... [Bearb.: Judith Ruyters. Regie: Annette Kurth]
Audio-Verl. (2011)
1 CD
CD
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8