Dein Ende wird dunkel sein
1937 bricht eine Gruppe junger Engländer zu einer Forschungsreise in die Arktis auf. Doch steht die Expedition von Anfang an unter keinem guten Stern. Ein Teilnehmer nach dem anderen fällt aus und es bedarf großer Anstrengung, den Kapitän ihres
Schiffes davon zu überzeugen, an ihren Bestimmungsort zu fahren, zur Insel Gruhuken. Nur noch zu dritt erreichen sie den Ort. Als Gus Balfour ernsthaft erkrankt, begleitet Algie Carlisle ihn ans Festland. Jack Miller, als einziger der Gruppe in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, bleibt alleine zurück, damit die Hunde versorgt sind und die Daten der Messstation weiter zur Bäreninsel durchgegeben werden können. Mit unerschütterlicher Disziplin durchlebt er Wochen der Einsamkeit und der undurchdringlichen Schwärze des Winters in der Arktis - immer in der Gewissheit, dass er nicht alleine auf der Insel ist und dass er dort nicht erwünscht ist ... Bei diesem Roman kommt es weniger auf die Charaktere an, als vielmehr auf die Sprache und auf das, was jenseits der Wahrnehmung geschieht. Und das gelingt der Autorin ausgesprochen gut. Ein beeindruckender Roman - für alle Bestände empfohlen. (Übers.: Margarete Längsfeld u. Sabine Maier-Längsfeld)
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Dein Ende wird dunkel sein
Michelle Paver
Rowohlt Polaris (2012)
222 S.
kt.