Hotel Wunderbar
Seit seine Mutter gestorben ist, gefällt Mika Weihnachten gar nicht mehr, denn sein Vater, ein Hotelbesitzer, hat selbst an Heiligabend keine Zeit für ihn, als Weihnachtsdekoration gibt es nur einen aufklappbaren Plastik-Weihnachtsbaum, der in Mika
überhaupt kein freudiges Weihnachtsgefühl aufkommen lässt. Nach Weihnachten trifft Mika vor der Hoteltür auf den kleinen, nicht ganz stubenreinen Hund Silvester und seinen Besitzer, den Obdachlosen Teddy. Mika besorgt ihnen etwas zu essen und lässt sie schließlich sogar heimlich in einem Hotelzimmer übernachten. Am nächsten Abend bringt Teddy Käthe mit, eine weitere Obdachlose, dann auch noch Herbert. Mit dem Herrichten und Aufräumen der Zimmer hat Mika neben der Schule so viel zu tun, dass er immer müde ist. Und natürlich werden sie entdeckt, erst von den Hotelangestellten Fanny und Henry, schließlich von seinem Vater. Doch die wunderbare Nach-Weihnachtsfeier, die Mikas Freunde heimlich für ihn vorbereitet haben, zeigt seinem Vater, dass er Mika vernachlässigt hat - und seine Freunde dürfen in den kalten Monaten weiter im Hotel übernachten. - Diese lustig illustrierte, warmherzige Nach-Weihnachtsgeschichte, die zum Nachdenken anregt, beruht auf einer wahren Begebenheit. Ab 8 Jahren für jeden Bestand.
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Hotel Wunderbar
Jutta Nymphius. Mit Bildern von Stephan Pricken
Tulipan-Verl. (2016)
129 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8