Das kritische Finanzlexikon
Günter Wierichs (geb.1955) hat nach Ausbildung zum Bankkaufmann Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert. In diesem Lexikon erklärt er die vielen meist unverständlichen Fachbegriffe aus der Finanzwelt gut und allgemeinverständlich (oft auch
im ersten Schritt durch lobenswerte einfache Analogbeispiele). Schonungslos ins Gericht geht der Autor mit überkommenen Ansichten, mit vielen, durch virtuelle Geldflüsse bis zum Zynismus reichende Finanzinstrumente und öfters auch mit manchen politischen Abläufen; die sog. "Geldschöpfung" etwa erweist sich auch immer nachhaltiger als "Geldvernichtung". Im Laufe der alphabetisch geordneten Stichwörter finden sich auch 25 Abschnittsüberschriften wie z.B. Folgen der Banken-Geschäftspolitik, Dickicht der virtuellen Finanzwelt, Kaffeesatzleser und Leichtgläubige, Coole und Gauner oder coole Gauner, Spekulieren auf Pump, Nebelkerzen zünden und absahnen, die Krone der Schöpfung etc. - Dieses Lexikon wird den vielen Halbwissenden unter uns, die bestenfalls eben immer ein nüchternes Fachbegriff-Nachschlagewerk zur Hand nehmen, wohl in so manchen Fällen durchaus Wichtiges zu bedenken geben. Sehr empfehlenswert.
Gertraud Roth
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das kritische Finanzlexikon
Günter Wierichs
Westend (2013)
382 S. : graph. Darst.
kt.