What about the bodies
Eigentlich wollen Carla, Liz und Reed einfach nur ihr Leben in der amerikanischen Kleinstadt Locksburg in geregelte Bahnen lenken. Doch plötzlich steht jeder von ihnen in Verbindung mit dem Unfalltod eines Bekannten. Carla erfährt, dass ihr Sohn
die seit einem Jahr vermisste Doreen im Garten vergraben hat. Liz‘ Freund Luke stürzt bei dem Versuch, aus ihrem Elternhaus eine wertvolle Münze zu stehlen, aus dem Fenster und stirbt. Und Reed verheimlicht, dass sein kleiner Neffe für die tödliche Kohlenmonoxid-Vergiftung von Reeds Mutter verantwortlich ist. Die Vertuschungsversuche führen die drei auf verschlungenen Pfaden zueinander und obwohl sie nichts von den Problemen der jeweils anderen wissen, helfen sie sich unbewusst bei der Lösung. – Ein Kriminalroman der etwas anderen Art, mehr Milieustudie als Krimi. Die fast schon komisch anmutenden Versuche der drei Hauptcharaktere, die Toten loszuwerden, zeigen, wie verzweifelt die Figuren in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Not um ihre Würde und den Zusammenhalt ihrer Familien als letzten Rückhalt in einer gefühlskalten Gesellschaft kämpfen. – Ein Krimi, der mit leisen Tönen zu denken gibt.
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
What about the bodies
Ken Jaworowski ; aus dem Englischen von Lea Dunkel
Pendragon (2026)
317 Seiten
kt.