Töchter des Schweigens
Sieben Freundinnen sind in einer spanischen Kleinstadt gemeinsam zur Schule gegangen und haben wie in einer Clique üblich alle Erfahrungen des Erwachsenwerdens miteinander geteilt. Während ihrer letzten Klassenfahrt geschieht etwas, das sie alle
miteinander schuldig werden lässt. Lange als Unglücksfall verbucht, wird das Schreckliche nach Jahren bei einem Treffen in ihrem Heimatort wieder lebendig. Als eine der Freundinnen tot aufgefunden wird, führt kein Weg an der Aufarbeitung mehr vorbei. - Ein spannender Roman, der weniger in den Kriminalbereich als vielmehr in die "Beziehungsgeschichten" hinein gehört. Der Wechsel in der zeitlichen Ebene zwischen Jugendzeit und Gegenwart führt unaufhaltsam und gekonnt sparsam an die Auflösung heran. Im Wesentlichen geschieht das durch die hervorragende Beschreibung der Charaktere und Beziehungen, die sich zwischen den Mädchen damals und nun den erwachsenen Frauen ergeben und ihre eigne Dynamik entwickeln. Allen Beständen sehr empfohlen! (Übers.: Petra Zickmann)
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Töchter des Schweigens
Elia Barceló
Pendo (2011)
424 S.
fest geb.