Fischnapping
Al Greenwood erfährt, dass seine Frau den Mord an Al's Tochter aus erster Ehe, Miranda, gestehen will. Für diesen Mord sitzt Al nun seit Jahren ein. Wieder auf freiem Fuß, gerät er in die Fänge von Michaela Rump. Sie hat Al dabei beobachtet, wie
er vor Jahren jemanden von einer Klippe gestoßen hat. Damals hatte Al gedacht, es wäre seine Frau Audrey. Rump nutzt ihr Wissen, um Al zu erpressen. Er soll einen Koi-Karpfen stehlen. Al lässt sich darauf ein und erfährt schließlich, wen er seinerzeit getötet hat: die Mutter eines jungen Mannes, den er, Jahre zuvor, ebenfalls in die Tiefe gestürzt hat, aus Wut über ein verlorenes Scrabble-Spiel. Die Konsequenz, mit der Binding seine kuriose Handlung immer weiter treibt, ist beeindruckend. Dabei entstehen durchaus lebendige Figuren, die sich wie selbstverständlich in Bindings Welt bewegen. Man muss etwas für tiefschwarzen englischen Humor übrig haben, um dieses Buch zu mögen, das wie eine Mischung aus Agatha Christie und Monthy Python anmutet. Die Geschichte ist eine Fortsetzung von Bindings Roman 'Cliffhanger' (BP 09/99). (Übers.: Ulrike Wasel u. Klaus Timmermann)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Fischnapping
Tim Binding
Mare (2011)
334 S.
fest geb.