Biarritz

Hanna muss sich schmerzlich eingestehen, dass es ihrer Mutter Emmi immer schlechter geht. Bei den regelmäßigen Besuchen im Heim erlebt sie Emmi als kaum noch ansprechbar, sie dämmert vor sich hin und nimmt wenig am Leben teil. Wie gut, dass auch Biarritz die Freundin Marianne mittlerweile in der gleichen Einrichtung lebt. Andrea Sawatzki setzt den Stoff der „Brunnenstraße“ fort, die die Demenzerkrankung des Vaters schildert. Nun ist auch Emmi dement. Erzählt werden allerdings nicht nur die Mühen des hohen Alters, sondern auch die Herausforderungen, denen sich Emmi Zeit ihres Lebens stellen musste. Als Kind entstellt sie ein Unfall, sie ist früh auf sich selbst gestellt und schafft es dennoch (trotz aller Widrigkeiten, mancher Schicksalsschläge und einer gewissen Unbeholfenheit) ihren Weg zu gehen. Erst spät wird sie Mutter und verliert ihren Mann schon bald. Emmi und Hanna schlagen sich durch. Höhepunkte sind die wenigen Ausflüge nach Biarritz. Hier an der Küste erlebt sie fröhliche Zeiten. Allein die Erinnerung daran trägt durch manches Tief. Die Buchvorlage ist ein Bestseller, die ungekürzte Autorinnenlesung „unterhält“ trotz des eher ernsten und schweren Themas. Sehr zu empfehlen!

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Biarritz

Biarritz

Andrea Sawatzki ; gelesen von der Autorin
Osterwoldaudio (2025)

3 CDs (circa 207 min)
CD

MedienNr.: 621898
ISBN 978-3-86952-606-5
9783869526065
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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