Die Allee
1932, Isi ist 16 Jahre alt, da verliebt sich der aufstrebende Architekt Hermann Henselmann in sie. Er möchte sie ausbilden, schließlich heiraten die beiden. Henselmann arbeitet mit Begeisterung, er pflegt zahlreiche Kontakte, wird schließlich zu
einem der bekanntesten Architekten der DDR. Mit seinen modernen Entwürfen eckt er immer wieder an, doch stets gelingt es ihm, neue Möglichkeiten zu erschließen. Isi bekommt mit ihm acht Kinder, unter anderem Tochter Isa, die unter den Wutausbrüchen und Schlägen ihres Vaters leidet und mühsam ihren eigenen Weg sucht. – Autorin Florentine Anders – Tochter von Isa und somit Henselmanns Enkelin – hat die Geschichte ihrer Familie aufgeschrieben und dadurch sehr viel Zeitgeschichte lebendig gemacht. Abwechselnd schaut sie dabei auf Hermann, Isi und Isa, beschreibt aus ihren Blickwinkeln die Familie und ihre Erlebnisse mit dem politischen System. Ein vielschichtiges und beeindruckendes Buch!
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Allee
Florentine Anders
Galiani Berlin (2025)
351 Seiten
fest geb.