Selbstregulierung des Herzens

Georg und Roland studieren Wirtschaftswissenschaften in Ostberlin, als die innerdeutsche Grenze 1961 geschlossen wird. Sie glauben an den neuen Staat, an Gerechtigkeit und gleiche Chancen für alle. In einem kleinen Dorf im Umland Berlins trifft sich Selbstregulierung des Herzens eine Clique junger Menschen, die gemeinsam diskutieren und feiern. Zu der Gruppe gehören, neben den beiden Freunden, Helga, die mit Georg und Roland studiert, Marlies, die in einem Chemiewerk tätig ist, Mona, eine Künstlerin und Konrad, ein Schriftsetzer. Während Georg, der nach dem Studium als Programmierer arbeitet, sich mit der politischen Lage arrangiert, flieht Roland in den Westen. – Peggy Mädler erzählt in ihrem neuen Roman von Menschen, die zwischen 1960 und 2023 im Osten Deutschlands leben und den Mauerbau, die DDR-Diktatur, die Wende und ihre Folgen erfahren. Sie beleuchtet unterschiedliche Milieus, schildert etwa den Alltag einer Krankenschwester, die Schwierigkeiten, als freischaffender Künstler zu überleben, die Folgen einer Mangelwirtschaft und die Entwicklung des Computerzeitalters. Dabei springt sie von der politischen Theorie in die Praxis, von der Gesellschaft in einzelne Beziehungen und macht das Große im Kleinen deutlich. – Gerne empfohlen!

Susanne Emschermann

Susanne Emschermann

rezensiert für den Borromäusverein.

Selbstregulierung des Herzens

Selbstregulierung des Herzens

Peggy Mädler
Galiani Berlin (2026)

295 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624665
ISBN 978-3-86971-335-9
9783869713359
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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