Anti-Stress-Fastenkalender

Fasten = auf Genuss verzichten? Marcus C. Leitschuh und Kerstin Held überraschen in ihrem Fastenkalender mit einem anderen Ansatz. "Es geht beim Fasten nicht ums Aufhören, sondern ums Anfangen", schreiben sie. Ihre LeserInnen wollen sie dazu anleiten, Anti-Stress-Fastenkalender sich 40 Tage lang ein wenig Zeit für sich zu nehmen und auf Stress zu verzichten. "Was tut mir gut?" ist eine ihrer leitenden Impulsfragen. Dazu gehört außer Maßhalten - dabei denken sie nicht an zu viel zu Essen oder zu viel Konsum, sondern an zu viel Computer- und Internetzeit -, auch bewusstes Genießen: sich um seinen Körper zu kümmern, Musik zu hören, einen Gang runterzuschalten. Ihre Impulse für jeden Tag folgen der immer gleichen Struktur: ein kurzer, in wenigen Minuten (z.B. in der S-Bahn) zu lesender Text, eine "Jetzt ist die Zeit"-Schlagzeile, die den Tagesimpuls zusammenfasst, und ein Sinnspruch oder eine Gedichtzeile, die diese Gedanken weiterführt. Die Impulse für die Fastensonntage - die ja nicht zur Fastenzeit zählen, sondern die Osterfreude ein klein wenig vorwegnehmen - verfasste Bruder Paulus. Die Autoren führen eine flotte Feder, die schwarz-weißen Illustrationen zu den Sonntagen unterstreichen deren Vorfreude-Charakter. Dank seines Westentaschenformats passt der Fastenkalender in jede Hand- oder Jackentasche und kann gestressten Menschen tatsächlich zu einer kurzen Auszeit verhelfen. Der Fastenkalender dürfte allerdings eher in das private Bücherregal gehören als in eine Bücherei.

Christoph Holzapfel

Christoph Holzapfel

rezensiert für den Borromäusverein.

Anti-Stress-Fastenkalender

Anti-Stress-Fastenkalender

Marcus C. Leitschuh ; Kerstin Held
Neue Stadt (2013)

61 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 574062
ISBN 978-3-87996-965-4
9783879969654
ca. 5,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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