Die Schwerelosen
Eine junge Frau und Mutter verbringt jede freie Minute an ihrem Computer, um an ihrem Roman zu arbeiten. Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei kleinen Kindern wieder in Mexico City. Dabei blickt sie zurück auf die Zeit, als sie als nach ihrer Ausbildung
in einem kleinen New Yorker Verlag als Lektorin zu arbeiten begann. Doch die Möglichkeit, Karriere zu machen, war aussichtslos. Trotzdem versuchte sie es immer wieder, ihren Verleger davon zu überzeugen, den mexikanischen Dichter der 20er Jahre, Gilberto Owen, zu publizieren, doch damit wäre der kleine Verlag überfordert gewesen. Während sie an ihrem Roman schreibt, gewinnt die Erzählstimme Owens immer wieder die Oberhand und übernimmt die Handlung. Umgeben von ihrer Familie fließt viel aus ihrem Alltag in die Erzählungen mit ein. Realität und Fiktion verwischen sich dadurch. - Valeria Luiselli versteht es, mit großer Eleganz und Sprachgewandtheit Geschichten aus dem Alltag zu erzählen, die mit Humor und Klugheit gewürzt sind. Ein anspruchsvolles Buch und allen Büchereien zu empfehlen. (Übers.: Dagmar Ploetz)
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Schwerelosen
Valeria Luiselli
Kunstmann (2013)
190 S.
fest geb.