Ein Freund des Hauses

Madame Rebernak, verwitwete Mutter eines Sohnes und einer Tochter im Teenageralter, weigert sich, als einzige Verwandte ihren Cousin Freddy nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis bei sich aufzunehmen, denn er ist vor Jahren verurteilt worden, weil Ein Freund des Hauses er ein kleines Mädchen missbraucht hat. Sie fürchtet um ihre Tochter Clémence und verbietet Freddy, sich in ihrer Nähe aufzuhalten. Auch der Hinweis von Polizei und Bewährungshelfer, dass er seine Strafe mit mustergültiger Führung verbüßt habe und er sich frei bewegen könne, bringt sie nicht davon ab, ihre Tochter ständig zu kontrollieren, die darüber gar nicht glücklich ist. Ihr Freund ist der Sohn des Notars, der Madame Rebernak nach dem Tod ihres Mannes sehr geholfen hat. Irritiert ist sie nur, dass der Notar ihre Tochter seit Kurzem oft in seinem Sportwagen von der Schule heimfährt. Doch der Argwohn und das Misstrauen ihrem Cousin gegenüber verstellen ihr den Blick auf die eigentliche Gefahr. - Der Roman baut beim Leser mit fortlaufender Handlung ein Unbehagen auf, immer stärker stellt sich das Gefühl ein: Gleich passiert etwas Schlimmes. Mit wenigen Worten schafft der Autor Hochspannung und ruft starke Emotionen hervor - der Leser wird den Roman nicht aus der Hand legen können. Sehr empfohlen! (Übers.: Angela Wicharz-Lindner)

Gudrun Eckl

Gudrun Eckl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ein Freund des Hauses

Ein Freund des Hauses

Yves Ravey
Kunstmann (2014)

96 S.
fest geb.

MedienNr.: 408327
ISBN 978-3-88897-969-9
9783888979699
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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