Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet

Plötzlich vergisst der Vater, sonntags Kurts Haare zu scheren, Eltern verschwinden, Kinder campieren in der Schule. Und dann fehlt auch noch Prinzessin, Kurts und Sandros Freundin. Auf der Suche nach ihr geraten die beiden in ein unterirdisches Kanalsystem, Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet begegnen Rattenmännern und seltsam verkleideten Lurchen. Bis sie aus Professor Kolossos die Wahrheit über die Drogen Kinderglück und Elternbeneblung und die scheinbare Auferweckung einer Mayagottheit entlocken können, ist es fast zu spät. - Die Geschichte bietet herrlich eigenwillige Figuren auf: Kurt, den zu klein geratenen, aber asiatischer Kampfkünste mächtigen Ich-Erzähler, seinen stotternden Freund Sandro, der manchmal die klügsten Sätze von sich gibt und Prinzessin, deren Augen wie Sterne leuchten, die aber einen Hang zum zwanghaften Sortieren der Umwelt hat. Auch startet sie vielversprechend, gerät aber im Mittelteil zu langatmig und auch die Erklärung für die Bedrohung befriedigt nicht wirklich. Aber wer sich gerne gruselt und ekelt, kommt bestimmt auf seine Kosten. Der Sprecher kann seine Stimme mit nur kleinen Nuancen so modulieren, dass aus dem Erzähler die jeweilige Person wird und charakterisiert die Figur so sehr farbig. - Unkomplizierte Unterhaltung, in vielen Büchereien möglich.

Astrid Frey

Astrid Frey

rezensiert für den Borromäusverein.

Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet

Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet

Antje Herden. [Lesung mit Dominik Freiberger]
Igel-Records [u.a.] (2012)

3 CD (ca. 231 Min.)
CD

MedienNr.: 573091
ISBN 978-3-89353-442-5
9783893534425
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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