Das Leben nach Boo
Boo - 13 Jahre alt, hochbegabt und Außenseiter - schaut in der Schule gerade in seinen Spind - und stirbt. Er erwacht im Himmel, genauer gesagt in einem seltsamen Jenseits. Dort sind ausschließlich 13-jährige Amerikaner, die ebenfalls in jungen
Jahren "gehen" mussten. Die Stadt ist von Mauern umgeben und die Gebäude reparieren sich selbst. Natürlich gibt es auch einen Gott - genannt Zig -, der den Jugendlichen alle möglichen Dinge schickt, die sie zum Leben brauchen. Chemiekästen, Buntstifte oder Musikinstrumente. Boo gewöhnt sich an das "neue" Leben, bis er eines Tages etwas Schreckliches erfährt: Er starb nicht - wie angenommen - an seinem angeborenen Herzfehler. Sondern jemand hat ihn in der Schule erschossen. Zusammen mit einem weiteren Opfer, seinem Klassenkameraden Johnny, macht er sich auf die Suche nach dem "Gunboy": Denn der war ebenfalls 13 Jahre alt und hat sich nach der Schießerei selbst getötet ... - Eine coole Idee, phantasievoll, urkomisch. Von der ersten bis zur letzten Seite fühlt, leidet, lacht und wundert man sich mit. Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Vergebung, Erwachsen-Werden mit einem sympathischen Helden. Für Bestände mit "neugierigen" Lesern. (Übers.: Brigitte Walitzek)
Tanja Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Leben nach Boo
Neil Smith
Schöffling (2017)
413 S.
fest geb.