Die Korallendiebin
Daniel Connors Lebenstraum scheint zu enden, bevor er noch richtig in Erfüllung gegangen ist. Als junger britischer Wissenschaftler ist er auserkoren, bei Georges Cuvier am berühmten Jardin des Plantes zu studieren. Doch auf seiner Reise nach Paris
werden ihm von der Meisterdiebin Lucienne Bernard wertvolle Aufzeichnungen und Artefakte gestohlen. Voller Verzweiflung versucht er, Lucienne in den Wirren des nachnapoleonischen Paris zu finden. Seine Suche erregt die Aufmerksamkeit des gnadenlosen Inspektors Jagot, der für seine Erfolge auch über Leichen geht. Der Inspektor hat noch eine persönliche Rechnung mit Lucienne offen und zögert nicht, den naiven Daniel für seine Zwecke auszunutzen. Ein nervenzerreißendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem Daniel sich in die hübsche Diebin verguckt und seinen Lebenstraum ein zweites Mal aufs Spiel setzt, um sie zu retten. - Ein spannender historischer Roman, der mit einer Mischung aus Wissenschaft, Krimi und Liebesgeschichte den Leser in seinen Bann zieht. Feinfühlig erzählt und mit überzeugenden Charakteren, die keinem Schwarz-Weiß-Schema folgen, ist hier ein überzeugender Roman gelungen. Gerne empfohlen. (Übers.: Renate Orth-Guttmann)
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Korallendiebin
Rebecca Stott
Blessing (2011)
350 S.
fest geb.