London Killing
Nick hat einen Berg Schulden, kaputte Beziehungen und als Polizist obendrein ein Disziplinarverfahren am Hals. Als ein reicher russischer Oligarch in London ermordet wird, kommt er auf die fatale Idee, dessen Identität anzunehmen, seinen Reichtum
auszukosten und ein neues Leben zu beginnen. Der Anfang gelingt, Nick schwelgt im Luxus und verstrickt sich immer tiefer in eine Angelegenheit, bei der ihm andere einen Schritt voraus sind. Es bleibt aber nicht beim Mord an dem russischen Oligarchen. Nick beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln; zunächst wegen seines persönlichen Plans. Dann merkt er, wie sehr bestimmte Gesellschaftskreise Londons in die Geschichte verstrickt sind. Oliver Harris schreibt einen bemerkenswert guten Thriller um einen "Antihelden" im Londoner Milieu, dessen Methoden alles andere als legal und trotzdem irgendwie sympathisch sind. Das Debüt ist gelungen, Fortsetzungen in Aussicht gestellt. (Übers.: Wolfgang Müller)
Frank Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
London Killing
Oliver Harris
Blessing (2012)
478 S.
fest geb.