Unter der Wasserlinie
Manchmal lohnt es sich, über die Gegenwart nachzudenken, über die Entsozialisierung unserer Gesellschaft, die soziale Schere, die fast bis zum Anschlag geöffnet ist. Ross Raisin lässt dazu seinen Protagonisten Mick Little auftreten, einen Werftarbeiter
aus Glasgow, der wegrationalisiert wird, erleidet ein schweres persönliches Schicksal und keinen Halt mehr findet im freien Fall auf die Straße. Unter der Wasserlinie, kurz vor dem Ertrinken gibt es für ihn noch Hoffnung. Mick Little ist wieder aufgetaucht, aber wie vielen gelingt das heutzutage noch? Ein nachdenkliches Buch über ein brisantes Thema unserer Zeit. (Übers.: Arnd Kösling)
Daisy Liebau
rezensiert für den Borromäusverein.
Unter der Wasserlinie
Ross Raisin
Blessing (2014)
367 S.
fest geb.