Generation Franziskus
Peter Hummel ist vom neuen Papst begeistert, wie so viele Menschen. Als guter Journalist (Glamour, Emotion) belässt er es aber nicht dabei, sondern fragt, wie es kommt, dass Papst Franziskus so viele Menschen anspricht - obwohl er inhaltlich kaum
von den bekannten Positionen abrückt. Und er belässt es nicht bei der Analyse, sondern will erreichen, dass die Begeisterung über den neuen Papst nicht als Strohfeuer verglimmt, sondern fortwirkt. Deshalb hat er die "Generation Franziskus" gegründet (www.generation-franziskus.de) und in diesem Buch Ideen und Beispiele gesammelt, wie Christen im Sinne von Papst Franziskus hinausgehen und den Schritt vom Sonntags-Christentum zu einem dauerhaft sichtbaren und wirksamen Christentum wagen können. In kurzen, Eindruck machenden Reportagen beschreibt er u.a., was Barmherzigkeit - eine für Papst Franziskus entscheidende Haltung - bedeutet und wie sie den Alltag verändert. Er berichtet, wie Katholiken - Laien - auch ohne Theologiestudium für andere zu Seelsorgern werden. Mit zwei Reportagen aus Bethlehem und Indien zeigt er Gesichter der Armut, weil er überzeugt ist, dass man Armut verstehen und ihre verschiedenen Aspekte kennen muss, wenn man sich auf die Seite der Armen stellen will. Diese Kapitel bringen im Kopf ein Karussell in Fahrt: Was kann ich tun? Wie kann ich zeigen, dass der christliche Glaube meinen Alltag prägt und trägt? Der Papst braucht Menschen, die ihm nacheifern, die Türen öffnen und sich hinaus wagen, damit das Evangelium (wieder) bei den Menschen ankommt. Hummel gelingt es, seine Leser mitzureißen und sie anzustacheln, ihre Begeisterung für den Papst in gelebten Glauben zu verwandeln.
Christoph Holzapfel
rezensiert für den Borromäusverein.
Generation Franziskus
Peter Hummel
Bonifatius (2013)
202 S.
kt.
Auszeichnung: Religiöses Buch des Monats