Konrad
Irgendwo an einem Wasserloch in Afrika lebt eine Krokodilsippe, meist in der Sonne dösend. Nur ein Krokodil, Konrad, gibt keine Ruhe und dreht Pirouetten. Bis er sich entschließt fortzugehen. Durch Rallyeteilnehmer kommt er in seine Traumstadt an
der Seine und muss sich erst zurechtfinden. Alsbald hat er Vorstellungsgespräche mit Opern- und Theaterdirektoren. Doch keiner will ein Krokodil im Tutu auf der Bühne. Konrad will fast schon aufgeben. Da spricht ihn ein Herr in schillerndem Kostüm an, der Chef des Théatre des Animaux. Es ist die Heimstätte von lauter künstlerisch tätigen Tieren. Schnell wird Konrad zum gefeierten Star. Seine Mutter sammelt danach alle Ansichtskarten und Fotos, die ihr ihr Sohn zukommen lässt. - Ein tanzendes Krokodil ist eine biologische Sensation. Gerade deswegen ist es aber ein überzeugendes Beispiel, dass man seine Träume - und seien sie noch so illusionär - nicht einfach aufgeben darf; dass Beharrlichkeit und Training der Kunstfertigkeit zum Ziel führen können. Die verhaltenen Farben der großflächigen Illustrationen von David Hüttner veranschaulichen, dass ein Lebensweg weit weg vom Herkommen führen kann. Ein Mutmachbuch für viele Kinder!
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Konrad
Christian Stejnar ; mit Illustrationen von David Hüttner
Vermes (2022)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4