Ferri
Ferri Fisch schwimmt fröhlich singend durchs Meer, als sein Freund Rocho Rochen ihn lautstark als Schreihals bezeichnet. Ferri ist da anderer Meinung und die beiden streiten sich, wer denn nun der Schreihals sei. Am Ende droht Rocho Ferri sogar. Krabbi
Krabbe findet das Ganze sehr lustig und lacht Ferri aus. Als Ferri den Tränen nahe ist, kommt Kraki Krake und beschimpft ihn als Heulsuse und Lügner. Zuhause erzählt Ferri nichts von all dem und verlässt am nächsten Tag ängstlich, traurig und mit Bauchschmerzen das Haus. Er ist sich sicher, dass er schuld ist am gemeinen Verhalten seiner Freunde. Der Wal Wali erklärt ihm zum Glück, was die Gründe für das Ärgern sein könnten. Er macht Ferri Mut und leitet ein Spiel an, das den Frieden zwischen den Meeresbewohnern wiederherstellt. Auf der letzten Doppelseite wird den erwachsenen Vorlesenden erklärt, wie sich Mobbing von einem Konflikt unterscheidet, welche Formen von Mobbing es gibt, welche Ursachen Mobbing hat, wie sich Mobbing auswirkt, wie wir Kinder schützen können und was wir in einem konkreten Fall tun können. – Dieses Bilderbuch ist allen zu empfehlen, die mit Kindern zu tun haben, denn jedes Kind kann Opfer von Mobbing werden oder Mobbing miterleben. Das Buch macht Kinder stark, sich jemandem anzuvertrauen, den Fehler nicht bei sich selbst zu suchen und sich selbst so anzunehmen, wie sie sind. Es erklärt auch kindgerecht, warum Kinder manchmal so gemein sind, wie sich Mobbing für Betroffene anfühlt und welche körperlichen Auswirkungen es haben kann. Die warmherzige Geschichte bietet in der Familie, im Kindergarten und in der Grundschule den perfekten Einstieg, um über dieses schwierige Thema ins Gespräch zu kommen.
Ulla Hittmeyer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ferri
Gertraud Mesner ; Beate Welsch ; illustriert von Antje Bohnstedt
Vermes-Verlag (2026)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4