Mieko tanzt
Mieko ist im Grundschulalter und geht in eine Ballettgruppe. Vor dem ersten Unterricht nach den Ferien versucht Mama, Miekos lange Haare zu bändigen, aber das Mädchen beschließt, die Haare einfach abzuschneiden, weil das so praktischer ist. Anschließend
stellt sie fest, dass ihre Trainingsklamotten nicht mehr passen, und beim Einkaufen sucht sie sich statt eines unbequemen Tanztrikots ein T-Shirt und kurze Hosen aus. In der Tanzgruppe gibt es einen neuen Lehrer, der mit ihnen Sprünge übt, und Mieko ist stolz, ganz besonders hoch und weit springen zu können. Das beeindruckt besonders Sofia, die ebenfalls neu in der Gruppe ist. Mieko muss viel an Sofia denken, wird vom Lehrer aber schließlich in die Jungs-Gruppe eingeteilt, weil sie so gut springen kann. Das gefällt Mieko gar nicht. Aber ihre Schwester Sayaka und auch Kristopher, der Freund des Tanzlehrers, ermutigen sie weiterzumachen. Als Sofia sie schließlich bittet, mit ihr Tanzsprünge zu üben, fühlt sich Mieko plötzlich unfassbar stark und mutig. - Das Bilderbuch erzählt sensibel und selbstverständlich von der Suche nach der eigenen (Geschlechts-)Identität und macht Mut, die eigenen Gefühle und Talente zu erkennen, anzunehmen und auszudrücken. Ein sympathisches Buch über Vielfalt und das Glück, so sein zu können, wie man ist. Breite Empfehlung!
Vanessa Görtz-Meiners
rezensiert für den Borromäusverein.
Mieko tanzt
Mariko Miyata-Jancey ; illustriert von Skinkeape ; aus dem Norwegischen von Franziska Hüther
limbion books (2023)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4