Das Zauberauge
Als der 17-jährige Andreas zum ersten Mal Afrika, die Heimat seines Vaters, betritt, verliebt er sich sofort in die atemberaubende Schönheit der Wildnis Botswanas und meint zu spüren, dass er hier die vergangenen schwierigen Wochen in Deutschland
hinter sich lassen kann. Doch Andreas will in Afrika nicht nur an einer Safari teilnehmen, er ist gleichzeitig auf der Suche nach seinem Vater, einem Maler, der die Familie vor vielen Jahren verlassen und bis vor kurzem regelmäßig Geld aus Botswana überwiesen hat. Sein Safarileiter vermittelt ihn an einen ehemaligen Großwildjäger, der über Land und Leute bestens informiert ist. Zusammen mit dessen Enkelin Pam begibt sich Andreas auf die Reise nach Palmtree Lodge, wo sich sein Vater angeblich aufhalten soll, doch auf dem Weg dorthin wird auf das Boot der beiden geschossen. Es stellt sich heraus, dass Andreas' Vater gefangen gehalten wird, weil er das Versteck eines sehr wertvollen Amuletts, des Zauberauges, kennt; Andreas und Pam beschließen, ihn zu retten. - Neben der spannenden Handlung fallen die detailreichen Beschreibungen der afrikanischen Natur und die sorgfältig recherchierten kulturellen Informationen auf. Der Autor legt zudem sehr viel Wert darauf, die Atmosphäre der botswanischen Landschaft für den Leser lebendig werden zu lassen und damit den Selbstfindungsprozess des Protagonisten zu untermalen. Empfehlenswert.
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Zauberauge
Horst A. Neumann
Laetitia (2011)
203 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10