Semifreddo oder es kommt anders, als man glaubt
Die Provinzhauptstadt Teramo in den Abruzzen ist der Schauplatz der Ermittlungen in diesem vierten Band des Autors. Die beiden Kriminalpolizisten Ispettore Peroni und Commissario Moretti stehen natürlich wieder im Mittelpunkt. Es beginnt schon mit
der Beteiligung von Peroni bei der Olivenernte, die wie immer mit ziemlich viel Wein begossen wird, so dass er kaum mehr gehen kann. Auf dem Heimweg stolpert er über eine Leiche, die fast unbegreiflich erfroren ist. Daher kommt sicher auch der Titel des Buches, den man mit Halbgefrorenes übersetzen kann. Dass die Leiche dann entführt und für sie Lösegeld verlangt wird, bringt echte Probleme. Schließlich handelt es sich bei dem Toten um einen berühmten Dirigenten. Weil auch noch eine Madonna verschwindet, bringt das die beiden Polizisten in zusätzliche Schwierigkeiten. Viele Nebengeschichten, die sich zum Teil ums Essen und Trinken drehen, machen das Buch zusätzlich lebendig. Für die meisten Leser gibt es sicher ein Problem, weil sehr oft italienische Ausdrücke, die man ggf. im Glossar am Ende des Buches nachschlagen muss, und dann auch noch die vielen italienischen Namen das Verständnis erschweren.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Semifreddo oder es kommt anders, als man glaubt
Peter Gebhardt
Berg & Tal (2025)
159 Seiten
kt.