Der Kleine und das Biest
Erwachsene in Ausnahmesituationen benehmen sich mitunter merkwürdig. Sie verwandeln sich in weltabgewandte und verbiesterte Wesen und werden ihren Aufgaben nicht mehr gerecht. Alles muss man selbst machen und auch noch auf die Biester aufpassen, besonders
auf das, bei dem man wohnt. Sie sind meist schlecht gelaunt, lassen sich andererseits aber besonders gut um den Finger wickeln. Doch irgendwann wird es langsam besser und die Biester verwandeln sich wieder in normale Mamas und Papas. Nur mit dem Um-den-Finger-wickeln klappt es nicht mehr so gut! - Es geht auch anders beim Thema Scheidung. Konsequent aus lebensfroher kindlicher Sicht erzählt, verliert das Thema seinen Schrecken und gewinnt ihm eine komische Seite ab. Und so gerät dieses Buch eher zu einem Trostbuch für Erwachsene als zu einer Bewältigungsgeschichte für Kinder, bietet aber beiden die Möglichkeit, der schlimmen Situation auch heitere Seiten abzugewinnen. Allen Betroffenen und sie begleitende Menschen sei diese pfiffig illustrierte Lebenshilfe wärmstens ans Herz gelegt!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Kleine und das Biest
Text: Marcus Sauermann. Bilder: Uwe Heidschötter
Klett-Kinderbuch (2012)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4