Mikropolis
Ein buntgemischtes Völkchen sind sie, die Insekten der Großstadt, die sich die grünen Flecken erobert haben und von den Abfällen der Menschen sehr gut leben können. Doch Grille Gesine, die ein Wirbelsturm in die Großstadt geweht hat, wird hier
nicht wirklich warm, sie sehnt sich zurück nach ihrer Sommerwiese. Vorher gibt es allerdings noch einige Abenteuer zu bestehen, bevor sie endlich wieder nach Hause kommt. - Eine schöne Idee ist es, den Insekten, die in unserer unmittelbaren städtischen Nachbarschaft leben, ein Gesicht zu geben. Die Illustrationen von Joelle Tourlonias sind wirklich pfiffig, in kräftigen Erdtönen, sie versieht die Insekten mit den Attributen der Großstadtjugend, Brillen, Kapuzen. Leider hält der Text den Erwartungen nicht stand, die Geschichte ist ohne Schwung, abgehackt, die Sprache hölzern. Die Liedtexte überzeugen in keinster Weise, auch wenn sie ganz modern als Rap daherkommen. So hinterlässt dieser Titel einen sehr ambivalenten Eindruck und ist nicht wirklich zu empfehlen.
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Mikropolis
Michael Frowin ; Joëlle Tourlonias
Verl.-Haus Jacoby & Stuart (2011)
[18] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5