Die Bäckerei in der Sonntagsgasse
Die Eltern von Jack Talboni, arme Musiker, konnten ihrem geliebten Sohn nach ihrem Tod nur ihre Tuba und Querflöte vererben, auf denen sie immer Vivaldis Vier Jahreszeiten geübt hatten. Jack kommt mit einer Bleivergiftung ins Waisenhaus, weil er
im Traum die abblätternde Bleifarbe seines feuchten Zimmers für Chips hält und isst. Er lässt sich nicht unterkriegen, schafft einen Berufs-Vorbereitungskurs zum Bäcker und lernt, perfekte Baguettes und Schokoladenwindbeutel zu backen. Die Kunden seines Lehrherrn lieben sein Gebäck, und so kann er schließlich praktisch umsonst eine eigene Bäckerei erwerben. Dort arbeitet er fast rund um die Uhr (mit Ausnahme vom Sonntagnachmittag), weil seine Kunden süchtig nach seinen zwei Backwaren sind. Als seine Uhr nur noch Montag anzeigt, hat er überhaupt keine freie Zeit mehr. Aber Jack weiß sich zu helfen, stellt die Uhr auf Sonntag um, und alle Bewohner seines Viertels und Jack genießen die freie Zeit am Nachmittag. Und auch die Liebe kommt endlich zu Jack. - Diese kleine fantastische, skurrile und amüsante Geschichte vom armen Waisenjungen, der sein Glück auch dank etwas Magie findet, erinnert mit ihren schrulligen, manchmal bösartigen Figuren an Roald Dahls Erzählungen, witzig illustriert von Till Charlier. Für Kinder ab 9 Jahren und Erwachsene gleichermaßen eine besondere Erzählung.
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Bäckerei in der Sonntagsgasse
Alexis Galmot ; Till Charlier
Jacoby & Stuart (2015)
75 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9