Sulwe
Sulwe fühlt sich mit ihrer sehr dunklen Hautfarbe als Außenseiterin in ihrer Familie. Auch in der Schule wird sie häufig gehänselt und würde fast alles dafür tun, wie all die anderen auszusehen. Ihre liebevolle Mutter bestärkt sie darin, sich
selbst anzunehmen und zu lieben und sich nicht durch das vorurteilsbehaftete Bild anderer zu definieren. Im Traum besucht Sulwe, deren Name "Stern" bedeutet, die beiden Schwestern Tag und Nacht, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die gelernt haben, dass jede von ihnen den ihr gemäßen Platz hat und die eine ohne die andere nicht vollkommen ist. Die nächtliche Begegnung bestärkt Sulwe in ihrem neuen Selbstvertrauen und lässt sie mutig in die Zukunft gehen. - Empowerment ist ein wichtiges Stichwort, wenn es gilt, Kindern Mut, Stärke und Selbstvertrauen mit auf ihren Weg zu geben. So lässt sich dieses Bilderbuch der kenianischen Schauspielerin und Regisseurin nicht nur als von eigenen Kindheitserlebnissen geprägtes Plädoyer gegen den alltäglichen Rassismus einsetzen, sondern ist zugleich ein Appell an alle Erwachsenen, Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Offenheit gegenüber den Mitmenschen zu bestärken. Die ausdrucksstarken, manchmal ein wenig plakativ und klischeehaft anmutenden Illustrationen mit ihren vielen magischen Elementen sind allerdings Geschmackssache.
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Sulwe
Lupita Nyong'o ; illustriert von Vashti Harrison ; übersetzt von Maisha Auma
Mentor Verlag (2021)
56 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4