Das Füchschen und die Stille

Der kleine Fuchs bekommt in seinem Fuchsbau Besuch von der Stille. Zunächst hat er Angst, von der großen, Raum einnehmenden Stille verschlungen zu werden. Dann essen und tanzen sie zusammen. Als der Fuchs Musik auflegen will, protestiert die Stille, Das Füchschen und die Stille sodass er zum Rhythmus seines Herzschlags tanzt. In Gegenwart der Stille hört der Fuchs seine eigenen Gedanken und freundet sich schließlich mit der Stille an, bevor sie dann auch wieder verschwindet. Die Stille kommt als großes durchsichtiges Abstraktum daher, doch nicht monsterhaft, sondern sie schmiegt sich freundlich an den Fuchs. Auch haptisch ist das fröhlich bunte Siegerbuch des XVI. Internationalen Compostela-Preises schön anzufassen. Für manche ist Stille beängstigend und bedrohlich, doch hier zeigt sich die angenehme Seite: Man kann den eigenen Gedanken lauschen und in sich hineinhören. Stille kann dazu inspirieren, kreativ zu werden und wie die Autorin eine Geschichte zu schreiben. Ein Buch, das die Furcht vor der Stille nehmen und Kindern in ruhiger Atmosphäre vorgelesen werden kann.

Melanie Schubert

Melanie Schubert

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Füchschen und die Stille

Das Füchschen und die Stille

Núria Figueras & illustrations: Anna Font ; aus dem Spanischen von Annika Klee
Jupitermond (2025)

[40] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 622903
ISBN 978-3-949239-41-0
9783949239410
ca. 22,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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