Die Prinzessin, die Kuh und der Gartenheini
Die Prinzessin ist es gewöhnt, dass ihr sämtliche Bediensteten nach dem Munde reden. So ist sie vollends davon überzeugt, eine begnadete Malerin zu sein, denn jeder lobt ihr Gekleckse über den grünen Klee. Nur der Gärtner verweigert sich den
Lobhudeleien. Er empfiehlt ihr einen Besuch auf der Kuhweide, um am Original zu üben, was ihm prompt Haft im Verlies einbringt. Doch die Prinzessin geht dann doch auf die Weide und entdeckt, dass Kühe sehr geduldige Tiere sind. - Nach dem wunderbaren Bilderbuch "Der Kleine und das Biest" enttäuscht das neueste Buch des Autorenteams Sauermann/Heidkötter ein wenig. Die Geschichte von der verwöhnten Prinzessin, die im einfachen Gärtner ihren Meister findet, ist nicht gerade unbeackert in der Kinderliteratur und die Illustrationen sind nicht wirklich gelungen. Hinzu kommt, dass nicht klar wird, ob der Gärtner nun blind ist oder nicht. Kinder brauchen in einem solchen Fall aber Klarheit, ansonsten wäre die Geschichte überfrachtet. Zusammengenommen wirkt das Buch wie ein Schnellschuss, der an den Erfolg des oben erwähnten und wirklich gelungenen Bilderbuches anknüpfen soll. Schade, aber dieser Titel ist verzichtbar!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Prinzessin, die Kuh und der Gartenheini
Text: Marcus Sauermann. Bilder: Uwe Heidschötter
Klett-Kinderbuch (2013)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5