Hugo & Hassan forever

Das gefeierte dänische Comicduo Aakeson und Bregnhøi legen mit Hugo und Hassan forever den zweiten Band dieser Reihe (vgl.: BP/mp 20/866) vor. In zehn kurzen Episoden wollen die beiden Freunde wieder coole Jungs sein, sind letztendlich aber doch Hugo & Hassan forever Kinder. Besonders peinlich ist das auf einem Rockkonzert. Sie drängen sich nach vorne und werden von der Mutter als verloren gegangene „zwei kleine Jungs“ ausgerufen. Widerstrebend beteiligen sich Hugo und Hassan an einer Straßensammlung für Geflüchtete. Eine 200-Kronen-Spende bringt sie in Versuchung, das Geld an sich zu nehmen, aber dafür sind sie dann doch zu gut erzogen. Beim Fastenbrechen mit Hassans Familie erlebt Hugo, dass in dieser Kultur nicht nur ihm unverständliches Arabisch gesprochen wird, sondern die traditionellen, in der modernen Gesellschaft verpönten, Rollenklischees - Frauen und Mädchen in der Küche, Männer beim Rauchen und Schwatzen im Wohnzimmer - weiterbestehen. Die Sprache ist oft deftig, oft witzig, die Zeichnungen gewohnt hochwertig mit einem durchdachten Farbkonzept, das das Lesen auch für Ungeübte erleichtert. Ernsthafte Themen werden unterschwellig transportiert, sodass auch Erwachsene den Band mit Interesse zur Hand nehmen dürften.

Ursula Reich

Ursula Reich

rezensiert für den Borromäusverein.

Hugo & Hassan forever

Hugo & Hassan forever

Kim Fupz Aakeson + Rasmus Bregnhøi (Illustrationen) ; aus dem Dänischen von Franziska Gehm
Klett Kinderbuch (2021)

125 Seiten : farbig
kt.

MedienNr.: 605660
ISBN 978-3-95470-252-7
9783954702527
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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