Noah will nach Hause

Janie lebt allein mit ihrem vierjährigen Sohn Noah, der in einer verzauberten Urlaubsnacht gezeugt wurde. Sie liebt ihn zärtlich und innig, auch wenn er ihr das Leben durch sein unerklärliches Verhalten sehr schwer macht. Dass er in schwierigen Noah will nach Hause Situationen immer vehement fordert, dass er in sein "richtiges Zuhause" zu seiner "richtigen Mama" will, verletzt sie tief. Alle psychologischen Hilfen fruchten nicht, bis sie einen Forscher kennen lernt, der dem Phänomen der "Erinnerung an ein voriges Leben" auf der Spur ist. So finden sie die Familie von Noahs "erstem Leben" und die Erkenntnisse versöhnen beide Familien mit ihren Konflikten. Parallel werden die Erkrankung des Forschers an einer schnell fortschreitenden Demenz und seine Schicksalsschläge geschildert. - Gekonnt verwebt die Autorin die Schicksale mehrerer Menschen, mehrerer Zeitebenen und verschiedener Perspektiven miteinander. Gerade die Szenen, in denen die innige Zuneigung der Mutter und damit auch ihre Hilflosigkeit und Verletzlichkeit geschildert werden, berühren tief. Aber diese Verbindung muss durchaus auch kritisch gesehen werden, denn kein Kind ist alleiniger und ausschließlicher Besitz seiner Mutter. Die Plausibilität der Auswirkungen von unversöhntem Leben, das in einer weiteren Existenz "geheilt" / versöhnt werden muss, ist klar herausgearbeitet und durch pseudowissenschaftliche Berichte "belegt". - Menschen, die empfänglich sind für den Glauben an das Leben in mehreren Existenzen, werden das Hörbuch sicher schätzen.

Astrid Frey

Astrid Frey

rezensiert für den Borromäusverein.

Noah will nach Hause

Noah will nach Hause

Sharon Guskin. Gelesen von Ulrike Hübschmann
Hörbuch Hamburg (2016)

Allegria
6 CD (ca. 451 Min.)
CD

MedienNr.: 587174
ISBN 978-3-95713-051-8
9783957130518
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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