Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
Zwei Frauen, die in ganz unterschiedlichen Zeiten aufwachsen und deren Leben sich einmal kreuzt: 1945 ist Marlen mit Mutter und Bruder auf der Flucht vor den russischen Truppen. Sie überlebt als Einzige und kann in Güstrow Unterschlupf finden. Dort
wächst sie auf dem Hof von Wilma auf. Diese ist Malerin und Marlens Unterstützung kommt ihr gerade recht. Marlen erlebt die Nachkriegsjahre, die Gründung der DDR und letztlich die deutsche Teilung. – Beinahe 80 Jahre später, 2023, meldet sich plötzlich und aus heiterem Himmel Hannahs leiblicher Vater. Bislang kennen sich die beiden nicht. Ihre Mutter hat Hannah kaum etwas über ihn erzählt, ja den Kontakt eher verhindert. – Schon in früheren Romanen hat Alena Schröder über Frauen in geschichtlich wechselvollen Zeiten und deren Herausforderungen geschrieben, nun als letzten Teil der Trilogie (Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid - BP/mp 21/815, Bei euch ist es immer so unheimlich still – BP/mp 25/262) über die Nachkriegszeit, die Wende und das heutige Berlin. Schauspielerin Julia Nachtmann hört man gern zu, rund neun Stunden erzählt sie die Geschichte(n) von Marlen und Hannah. Sehr zu empfehlen.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
Alena Schröder ; gelesen von Julia Nachtmann
Hörbuch Hamburg (2026)
2 mp3-CDs (circa 535 min)
mp3-CD