Lost & found
Die zwölfjährige Tillie, die seit einem Autounfall eine Gehbehinderung hat, nimmt ihre Welt fast ausschließlich durch ihre Kameralinse wahr. Da die stille Außenseiterin die geschossenen Bilder genau studiert und dadurch verlorene Dinge aufspürt,
wird sie in der Schule gerne als Fundbüro beansprucht. Immer mit einer gewissen Distanz hilft sie so vielen Mitschülern und Lehrern. Doch als Jake sie bittet, seinen verschwundenen Vater zu finden, muss Tillie ihren sorgsam aufgebauten Schutzwall durchbrechen, um den Fall zu lösen. Nach und nach baut sie Vertrauen zu Jake auf. Dabei erfährt sie auch mehr über sich und ihre eigene Familie. - Ein mysteriöser Fall, eine aufregende Spurensuche, eine stille Protagonistin mit Handicap und eine zum Nachdenken anregende Story machen den Roman zu einer fesselnden Lektüre ohne allumfassendes Happy End. Themen wie Ausgrenzung, Vertrauen, Verlust und Zurückgewinnen werden authentisch und einfühlsam beschrieben. - Ein außergewöhnliches Buch und eine sehr empfehlenswerte Anschaffung für jeden Jugendbuchbestand. (Übers.: Gundula Müller-Wallraff)
Bettina Palm
rezensiert für den Borromäusverein.
Lost & found
Brigit Young
Knesebeck (2018)
239 S.
fest geb.