Kako, der Schreckliche
Die Historikerin Emmanuelle Polack erzählt die Geschichte eines tragischen Unfalls in einem Zoo nach, bei der ein erfahrener Tierwärter zu Tode gekommen ist. Sie verhehlt nicht, dass das Nilpferd Kako, eine Attraktion sowohl wegen seines Wasserballetts
als auch wegen seines riesigen Mauls, dabei einem natürlichen Trieb gefolgt sei. Damit wirft sie die Frage auf, ob es eine artgerechte Haltung wilder Tiere in Zoos überhaupt geben kann. Illustrator Barroux collagiert den massigen Nilpferdkörper aus historischen Zeitungsausschnitten in eine in verhaltenen Farben gemalte Zoolandschaft mit als Bleistiftmännchen stilisierten Zuschauermassen. Der optische Effekt ist eine verschobene Realität in einer auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte. - Das Buch hat den künstlerischem Ansatz, übliche Sehgewohnheiten zu erweitern, und wirft auch inhaltlich Fragen auf. Fragen, die man durchaus mit Vorschulkindern diskutieren kann, schließlich steht das Buch auf der Nominierungsliste für den Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch. Dass man sich damit um entspannte Sonntagsausflüge in den Zoo bringen kann, muss man dabei berücksichtigen.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Kako, der Schreckliche
von Emmanuelle Polack und Barroux
Mixtvision (2015)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5