Wovon ich träumte

Bisher führte Mücke ein unbeschwertes Leben mit ihrer Mutter und deren schwulem Bruder. Viele Freunde hat sie nicht, aber eine beste Freundin, Moira. Kurz bevor beide in eine weiterführende Schule gehen, stirbt Mückes Onkel und Moira möchte sie Wovon ich träumte in die typischen Mädchenaktivitäten - schminken, coole Klamotten kaufen - einführen. Zu der Trauer um ihren verstorbenen Onkel empfindet Mücke Widerwillen gegen diese Mädchensachen. Und in ihrem Haus scheint ein Geist ihr etwas mitteilen zu wollen. "Sei du selbst" erkennt sie als Botschaft. Und sie erkennt, dass sie sich als Junge fühlt, dass sie "transgender" ist. Das Wunder bei dieser Erkenntnis ist, wie positiv ihr Outing von allen aufgenommen wird und wie glücklich sie sich in ihrer wahren Identität fühlt. Verständnis und Akzeptanz für Transgender und Ermutigung für Betroffene ist die Botschaft des Buches. Die Einführung des Geistes des verstorbenen Onkels wirkt dabei konstruiert und unglaubwürdig. Daher nur bedingt empfehlenswert, zumal die Geschichte dadurch künstlich in die Länge gezogen wirkt. Die Autorin gehört selbst zu den transgender Menschen, was der Beschreibung der Gefühle ihrer Protagonistin Authentizität verleiht.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Wovon ich träumte

Wovon ich träumte

Kyle Lukoff ; übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Alexandra Rak
WooW Books (2023)

205 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 613240
ISBN 978-3-96177-127-1
9783961771271
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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