Der Erdbeerbaum
Der Erdbeerbaum ist für vier Kinder der Ort, an dem sie ihre Träume spielerisch ausleben können. Als der krank wird und von den Erwachsenen wegen Umsturzgefahr streng abgesperrt wird, verlieren sie den Ort ihrer Sehnsüchte und begeben sich auf
die Suche nach einem neuen. Dabei lernen sie, ihre eigenen Ängste zu überwinden und ihre Stärken zu nutzen. In vier märchenhaften Welten begegnen sie Gestalten, die ihnen dabei weiterhelfen. Und am Ende erkennen sie, dass nur durch die Rettung des Baumes der Ort erhalten wird, an dem sie weiterhin glücklich sein können. - Die Geschichte enthält viele Metaphern und Gleichnisse zum achtsamen Umgang mit Natur und Mitmenschen. Nachhaltige Bewahrung der Schöpfung ist das große Thema der Autorin, das sie in diesem Buch kindgerecht umzusetzen versucht, m.E. teilweise aber zu idealistisch und fortschrittsfeindlich. Niemand wird mehr die fortschreitende Technisierung aufhalten können, man muss vielmehr lernen, damit verantwortungsvoll umzugehen. Dieser Aspekt fehlt leider. Außerdem treten die Erwachsenen hier vorwiegend ignorant und unfähig auf, was doch auch ein einseitiges Bild vermittelt. Darum trotz der wichtigen Botschaft nur eingeschränkt empfehlenswert.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Erdbeerbaum
Anne Erwand
oekom-Verl. (2019)
127 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10